Amanda Barton: Horsemanship durch 'Softness'

 

Für Ausbilderin Amanda Barton  ist Horsemanship 'Softness'

Amanda Barton, Foto: RKAmanda Barton, Foto: RK
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Kurz-Beitrag von Amanda Barton. Für viele Jahre habe ich hart an mir gearbeitet und bin die Welt bereist auf der Suche nach einem Ausbilder, der mir die eine oder andere Technik vermitteln konnte, um ein ruhiges, entspanntes und selbst denkendes Pferde zu trainieren. Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich ein ruhiges und entspanntes Pferd zu wünschen, das Problem liegt darin, zu glauben, dass Technik der einzige Weg zu einem ruhigen Pferd ist.

Mark Rashid hat mir geholfen zu verstehen, dass Technik uns nur einen gewissen Teil des Weges entlang bringen wird. Danach wird der Weg durch Softness (weich sein), Beständigkeit (Hilfen gleich halten), Ruhe und Verlässlichkeit bestritten, so dass das Pferd uns vertrauen kann und sich immer gut fühlen kann, wenn wir in der Nähe sind. Dies scheint der Kern von Allem zu sein, ganz gleich ob unser Pferd ein Fohlen oder ein erfahrenes Arbeitspferd ist. "Es dreht sich immer um 'weich sein'.

Es liegt ein riesen großer Unterschied darin, ob ein Pferd weich ist, entspannt und mit seinem Menschen zusammen ist und einem Pferd, das besorgt ist, fest und angespannt. Das erste trägt seinen Kopf wahrschinlich eher niedrig, es wird ein weiches, ruhiges Auge haben udn einen entspannten Körper. Das zweite Pferd trägt seinen Kopf wahrscheinlich eher hoch, es fällt ihm schwer, still stehen zu bleiben, seine Lippen sind fest zusammen gepresst und seine Augen fokussieren die Umgebung auf der Suche nach eventueller Gefahr.

Pferde als Fluchtiere haben sehr gut ausgeprägte Überlebensinstinkte. Das bringt sie dazu, im Falle von Gefahr, innerhalb von kürzester Zeit ihr Verhalten zu verändern. Oft bringen wir Menschen Pferde in Situationen, die sie natürlich beängstigend finden. Es liegt also in unserer Verantwortung, Pferde so zu hadhaben, dass sie auch in solchen Situationen den Weg durch 'Softness' finden können. Ein Pferd, das immer wieder beständig dafür bestätigt wurde, 'weich' zu sein, auch in der Muskulatur (Kopf runter nehmen ganz wichitg), wird auch in einer beängstigenden Situation lieber den weichen Weg nehmen.

Dieses Prinzip ist für mich eines der Schlüsselpunklte wenn es um Pferdetraining geht. Vom ersten Moment an, den wir mit einem jungen Pferd arbieten sollte der Anfang weich und das Ende weich ablaufen. Das was in der MItte passiert ist vielleicht nicht immer so weich wie wir es uns wünschen und das kann und sollte auch nicht immer vermieden werden, aber der Schlüssel ist, 'weich' aufzuhören. Denn dann können wir am nächsten Tag so anfangen wie wir heute aufeghört haben: weich und verständnisvoll.

Als Basis gilt, dass das Pferd am Boden und unterm Sattel vorwärts und rückwärts geht, anhält und losgeht, nach rechts oder links geht. Natürlich bringen wir ihm das nicht bei (das kann es ja schon von Tag eins an), dennoch muss das Pferd verstehen lernen, was wir mit unseren Anfragen meinen. Es kann lernen, dies weich auszuführen mit uns auf dem Rücken und am Ende des Führseils. Der Unterschied zwischen einem Pferd, das die gewünschten Übungen weich ausführt und einem, das verspannt auf den Reitern reagiert ist enorm und unübersehbar.

Auf der einen Seite des Spektrums können wir mit dem inneren Kern des Pferdes kommunizieren, in dem alles möglich und ereichbar ist, wo nur der Gedanke Großes vollbringen kann - das ist Softness. Wenn wir aber ein 'funktionierendes' Pferd haben, dass seine Übungen ausführt und auch leicht aussieht, wir aber nicht mit ihm verbunden sind, dann ist es meist nur von Außen 'leicht'. Es ist aber nicht soft. Im Außen sieht alles leicht aus, innen ist es das aber nicht. Und sorgt sich das Pferd nun platz alles weg und das Pferd flippt 'plötzlich' aus. Auf der anderen Seite des Spektrums finden wir ein verängstigtes Pferd, das sich verspannt, seinen Kopf hoch trägt und dessen Instinke bereit sind zur Flucht."

Mark Rashid und Amanda Barton wollen ein weiches (soft) Pferd, dass im Innern und im Außen soft ist.

Ein 'leichtes' (light) Pferd ist aber nur im Außen leicht, im Innern oft fest oder verängstigt.


Amanda Barton     


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