Praxis-Tipp von Jean-Claude Dysli

 

„Einsprühen ohne Panik“

 


 

Das Einsprühen mit Fliegenschutzmitteln oder sonstigen in Flaschen erhältlichen Produkten übe ich am Anbindebalken. Dieser muss sehr stabil sein, und auch das Halfter und der Strick sollten aus festem Material sein. Ich binde mein Pferd maximal 30 Zentimeter lang an.

  • Erst einmal ignoriere ich mein Pferd, auch wenn es herumzappelt, und sprühe ganz unspektakulär mit der Sprayflasche in der Luft umher. Wichtig: Sprühen Sie zu Beginn vom Pferd weg. Zur Übung können Sie die Flasche auch mit Wasser füllen.
  • Schnaubt das Pferd oder erschrickt es, mache ich einfach weiter, achte aber darauf, dass es nicht vom Wasser berührt wird.

Das Pferd hat bei diesem Thema primär Angst vor zwei Dingen:

  1. Vor dem Geräusch, das der Spender macht und
  2. davor, dass dieses Geräusch es auch noch berührt.

Aus diesem Grund beginne ich mit der Geräuschgewöhnung.

  • Akzeptiert das Pferd mein Rumspritzen in der Luft, gehe ich hin und streichle es mit meiner freien Hand. In einer weichen, aber immer wiederholenden Bewegung berühre ich es am Hals und am Widerrist, während ich mit der anderen Hand immer noch ab und zu in die Luft spritze. Dann sprühe ich im Gleichklang mit meiner Streichelbewegung einen leichten Spritzer auf das Fell.
  • So mache ich dann weiter, bis das Pferd das Sprühen akzeptiert hat und dieses nicht mehr als Gefahr ansieht.

Einer der größten Fehler, den viele Reiter machen, ist, dass sie mit ausgestrecktem Arm mit der Sprühflasche in der Hand auf das Tier losgehen und sprühen. Für viele Pferde ist diese Herangehensweise zu bedrohlich. Hektische Reaktionen oder sogar ein Losreißen vom Balken können die Folge sein.

Informationen zu Jean-Claude Dysli finden Sie hier:

www.jcdysli-riding.com

 

 

 

 

 

Text & Fotos: Schneider / b

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